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Blogparade: #jetztentscheideich – Wege und Tipps für gute Entscheidungen

Mit diesem Beitrag folgen wir dem Aufruf zur Blogparade von Ute Blindert auf www.businessladies.de zum Thema #jetztentscheideich – Wege und Tipps für gute Entscheidungen. Dies ist eine ganz persönliche Geschichte rund um eine der wichtigsten Entscheidungen in meinem bisherigen Berufsleben.

Im Hamsterrad vor der Entscheidung davon gelaufen

Die Situation war festgefahren. Ich hatte irgendwie das Gefühl nichts ändern zu können. Beruflich lief es alles andere als rund. Mein damaliger Chef verließ das Haus. Und die Situation war schon vorher nicht einfach gewesen. Der Druck wurde immer höher, die Personaldecke immer geringer und ich mitten drin – die Retterin der Nation oder „Don Quichote“ auf Rosinante. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. Ich war müde, niedergeschlagen und fühlte mich wie in einem Hamsterrad. Ich kam da irgendwie nicht mehr raus, konnte mich abstrampeln so viel ich wollte. Die Situation war aber auch zu vertrackt. Was sollte ich denn tun, einfach kündigen? Und was mache ich dann? Der Vertrag meines Mannes an der Uni lief auch Ende des Jahres aus. Perspektive: Beide ohne Job? Nein, das geht auf keinen Fall. Mein Bedürfnis nach Sicherheit konnte ich nicht unterdrücken. Also machte ich weiter. Wie ein Häschen in der Grube saß ich da und begann mich selbst zu bemitleiden. Schließlich waren es ja die Rahmenbedingungen, die Schuld an all dem Übel waren. Ich konnte ja nichts dafür und vor allem nichts dagegen unternehmen – klassische Opferrolle.

Entscheidungshilfe: Eine gute Freundin und zwei einfache Fragen

Meine Freundin Kati kam zu der Zeit von ihrer 10-monatigen Weltreise zurück. Sehr gelassen, voller neuer Eindrücke und auch noch ohne beruflich klare Perspektive. Mit Blick auf mein Elend, stellte sie mir eine ganz einfache Frage: Was kann im schlimmsten Fall passieren? Meine Antwort wie aus der Pistole: Ich kündige, habe keinen neuen Job und mein Mann zur gleichen Zeit auch nicht. Sie: und dann? Ich: (Pause) Keine Ahnung! Sie: Deine Eltern haben ein großes Haus. Ihr werdet nicht verhungern und ein Dach habt ihr auf jeden Fall über dem Kopf. Also nochmal, was soll so Schlimmes passieren? Und ab da begann ich zu grübeln. Ja, was eigentlich?

Sie stellte mir noch eine weitere Frage: Was ist Dir denn eigentlich wichtig? Ufffff, ich hätte eine Menge aufzählen können, was mir bis dato wichtig war. Ein gutes Gehalt, eine schöne Wohnung, ein interessanter Job, eine gut laufende Karriere….. aber war das wirklich alles noch wichtig? Darüber musste ich nachdenken.

Der entscheidende Auslöser, oder wie der Knoten platzte

Ein paar Wochen später eröffnete man mir, dass ich einen neuen Chef bekäme, den 3. wohlgemerkt in 2 Jahren. Da kam der Moment #jetztentscheideich. Schlagartig war mir klar, was mir wichtig war und heute noch ist. Unter anderem: Respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander, meine Beziehung zu meinem Mann, meiner Familie und meinen Freunden, sowie Selbstbestimmtheit. Nur 3 Tage später, reichte ich die Kündigung bei meinem neuen Chef ein. Allein der Weg ins Büro in den 5. Stock fühlte sich königlich an. Dieses Gefühl endlich wieder im Driverseat zu sitzen und das eigene Glück selbst in die Hand zu nehmen. Dieses ungläubige Gesicht meines Chefes, als ich ihm eröffnete, dass ich das Unternehmen verlassen würde, vergesse ich nie.

Mein Fazit: Ich bereue nichts

Auf der next2015 fragte ein Referent „Was war der erfolgreichste Moment in Deinem Leben?“ Und sofort erinnerte ich mich an den Tag meiner Kündigung zurück. Ich habe es bisher keine Minute bereut, diese Entscheidung getroffen zu haben und habe dabei wahnsinnig viel über mich selbst gelernt. Hätte mir jemand vor 5 Jahren gesagt, dass ich mich mal selbstständig mache, dann hätte ich ihm einen Vogel gezeigt. Mittlerweile macht mir entscheiden sogar richtig Spaß. Die beiden obigen Fragen helfen mir dabei, alles ab und an mal wieder ins rechte Licht zu rücken. Nach diesen zwei existentiellen Fragen gibt es noch eine Weitere, die Kati und ich uns regelmäßig stellen: Was macht mich eigentlich glücklich? Zugegeben auch nicht immer einfach zu beantworten, aber Suchen lohnt sich. Dazu könnte Ihr auch gern unseren Beitrag „Die Kraft der Passion-Projekte“ lesen.

Danke, Ute Blindert, für dieses schöne Thema. Das hat richtig Spaß gemacht. Also los, jetzt kommt Ihr, welche Tipps habt Ihr rund um das Thema Entscheidungsfindung? Macht mit bei der Blogparade #jetztentscheideich!

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