Work
1

Ghosting – Nachricht vom Kunden

Charlize Theron trennt sich von Sean Penn. An sich keine weltbewegende Neuigkeit, aber in diesem Zusammenhang sind wir im Zeit Magazin Online auf einen interessanten Trend gestoßen, dem „Ghosting“. Als Ghosting wird in Anlehnung an den Film „Ghost – Nachricht von Sam“ eine Trennung von zwei Personen verstanden, bei der die eine Person von jetzt auf gleich aus dem Leben der anderen verschwindet – wie ein Geist eben. SMS bleiben unbeantwortet, Telefonanrufe werden ignoriert – das ganze Programm.

Habt Ihr das vielleicht schon mal im Arbeitsleben erlebt? Also wir schon. Die Kampagne war abgeschlossen und nach allem was wir wissen, auch erfolgreich. Zugegeben der Weg dahin war holprig und durchaus reibungsintensiv. Aber auf einmal war der Kunde einfach weg! Wie vom Erdboden verschluckt.
Er ging nicht mehr ans Telefon, alle E-Mails blieben unbeantwortet und alle Nachrichten gingen gefühlt ins Nirvana.

„Auf den ersten Blick scheint Ghosting die ideale Lösung für ein furchtbar anstrengendes Problem zu sein.“ schreibt die Autorin Eva Biringer weiter. „Furchtbar“ und „Anstrengend“! Ja, das kann im Arbeitsprozess durchaus mal passieren. Grundsätzlich ist Reibung am Thema aber etwas Positives, denn wenn man sich nicht miteinander auseinandersetzt, kann auch nichts Gutes und Neues entstehen. Dabei ist es manchmal ein schmaler Grad, nicht persönlich zu werden. Das kann man aber trainieren. Tipps und Tricks dazu findet Ihr zum Beispiel hier.

Das Kundenbeziehungen nicht immer für die Ewigkeit sind, ist nicht ungewöhnlich. Aber es gibt bestimmt schönere Lösungen, diese zu beenden. Vielleicht in Anlehnung an das von Biringer angesprochene „conscious uncoupling“ mit „Respekt, Verständnis, Wertschätzung und dem Versprechen, Freunde zu bleiben“. Letzteres ist nicht immer zwingend erforderlich, aber uns ist dann doch ein offenes, ehrliches Wort lieber, denn das spart beiden Seiten Zeit und Nerven und beschleunigt den Trennungsprozess, wenn er denn überhaupt wirklich nötig ist, um einige Wochen.

Dazu greift man beispielsweise einfach mal zum Telefon, aber das wisst Ihr ja schon aus unserem 1. Beitrag „Ruf mich an! Das Telefon – unser ultimativer Projektbeschleuniger.“

P.s. Unser „Kunde“ hat am Ende doch noch reagiert, nämlich auf die Endabrechnung mit einem „Das ist in Ordnung und wird überwiesen“.

Und jetzt kommt Ihr: Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

Sharing is caring
Share on Facebook0Tweet about this on TwitterEmail this to someone
Related Posts
photo-1421757295538-9c80958e75b0
Ruf mich an! Das Telefon – unser ultimativer Projektbeschleuniger.
SISTERHOOD_Header
Hier kommt unsere Sisterhood
Twitter_Twitter
5 Gründe, warum Twitter für uns ein idealer Projektbeschleuniger ist
1 Comment

Leave Your Comment