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Selbstmanagement, Work
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Ruf mich an! Das Telefon – unser ultimativer Projektbeschleuniger.

Die Gurus des Medienwandels halten die Bezeichnung „SmartPHONE“ bereits für völlig überholt, denn um das eigentliche Telefonieren geht es bei mobilen Endgeräten schon lange nicht mehr.

Um das stationäre Telefon ist es da noch weitaus schlechter bestellt. Hier fragen wir uns, warum steht das überhaupt noch auf dem Bürotisch? Nettes Accessoire? Einrichtungsgegenstand? Status Symbol? Wir wissen es nicht – zum Telefonieren wird es unserer Meinung nach im Unternehmen viel zu selten genutzt. Und das ist nicht nur schade, sondern auch im höchsten Maße ineffizient und Projektstau fördernd.

„Ja, ich schreib dem nachher mal schnell eine Email!“

Lt. einer Studie der Bain & Company aus 2014 erhalten Führungskräfte pro Jahr im Schnitt 30.000 Emails. 1970 waren es im Vergleich nur 1.000 Anfragen und Mitteilungen. Setzt sich diese Entwicklung fort, dann verbringen Manager bald einen gesamten Arbeitstag nur mit Email-Korrespondenz.* Wie viele davon wirklich notwendig sind, dazu schaut Ihr am besten Mal in Euer eigenes Postfach.

Wenn wir den Emailverkehr zwischen Kunden und ihren Mitarbeitern oder Dienstleistern verfolgen, dann schreit es förmlich aus uns heraus „RUF MICH AN!“. Da wird aneinander vorbeigeredet, über Botschaften zwischen den Zeilen gerätselt, von unterschiedlichen Sachverhalten ausgegangen und und und… Die eigentliche Aufgaben- oder Problemstellung ist nach 10 Emails immer noch nicht gelöst und es sind aber mindestens 2 Wochen vergangen. Ganz zu Schweigen davon, dass ein freundliches Miteinander scheinbar völlig überbewertet wird, denn Grußformeln spielen heutzutage gar keine Rolle mehr.

Unser Projektbeschleunigerinnen-Tipp ist so simpel, aber scheinbar trotzdem nicht selbstverständlich:

Greift einfach einmal häufiger zum Telefon, dann klappt es auch mit dem Dienstleister, Mitarbeiter oder der Agentur.

Was Ihr gewinnt, wenn Ihr häufiger telefoniert:

  • Ihr könnt Themen sofort abhaken und von der ToDo-Liste entfernen.
  • Ihr bringt vielleicht sogar schon ein weiteres Thema auf die Spur.
  • Ihr lernt Euren Gegenüber kennen – das stärkt die persönliche, aber auch die Arbeitsbeziehungen
  • Ihr kommt im Gespräch gemeinsam auf neue Ideen und Lösungen.
  • Ihr könnt persönliche Befindlichkeiten sofort aus dem Weg räumen.

Ihr habt Sorge, dass Euch Schwätzer am Telefon aufhalten, dann schaut mal bei karrierebibel.de vorbei – „Telefonknigge: Besser telefonieren im Job“. Auch wenn es hier um Akquise Gespräche geht, lässt sich einiges übertragen z.B. Die 3 Strategien gegen Quasselstrippen oder aber „Machen Sie sich vorab einen Plan“.

Macht doch einfach mal den Selbsttest und lasst uns wissen, wie es bei Euch gelaufen ist. Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

(* Quelle Studie ; Bild)

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5 Comments
  • Ganz meine Rede. Ich versuche, die Kollegen immer zum Griff zum Telefonhörer zu motivieren.
    In Mails geht „zwischen den Zeile“ so viel schief, weil Emotionen und Reaktionen fehlen.
    Und über den persönlichen Kontakt geht ja sowieso nichts!
    Und außerdem: Ein Telefonat dauert in der Regel auch nicht länger, als eine wohl formulierte Mail!

  • Yep, da sprecht ihr genau das richtige Thema an! Gestern selbst unter beweiss gestellt, dass das Telefonat völlig unterbewertet wird…

    PS: Ein „Teilen“ – Knopf für XING wäre nett

  • Wie wahr, wie wahr! Und doch ertappt man sich all zu oft dabei nicht zu telefonieren, es könnte ja auch sein, dass der Gesprächspartner noch ein „Todo“ da lässt .. Aber Recht habt Ihr natürlich! Ist notiert, „…einfach mal 2 Telefonate mehr pro Tag statt Mail schreiben“, klingt umsetzbar

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